Warum Perfektionismus die charmanteste Ausrede ist, nicht "in die Gänge" zu kommen

13 Jan 2016

 

 

...und was eigentlich dahinter steckt.

 

Perfektionismus ist Angst

 

Viele von uns kennen sie, die Standardantworten auf die Standardfragen im Job-Interview:

 

„Schwächen? Klar hab ich die: Ungeduld, Perfektionismus und Schokolade“

 

Ganz ehrlich, ich habe noch nie verstanden, weshalb Perfektionismus eine charmante Schwäche sein soll.

 

Denn worum geht es bei diesem Zwang, alles richtig machen zu müssen denn eigentlich?

 

Kein Mensch wird perfektionistisch geboren!

 

Perfektionismus bedeutet soviel wie: ich versuche, eine Sache so übergalaktisch gut zu machen, dass niemals jemals wieder irgendjemand auf dieser Welt auf die Idee kommt, mich zu kritisieren.

 

Und da sind wir auch schon beim Kern der Sache:

 

Perfektionismus ist nichts anderes als Angst.

Angst davor, nicht gut genug zu sein, nicht gemocht oder gar kritisiert zu werden.

 

Es ist die Angst vor der Meinung anderer Menschen!

 

was, wenn sie sagen, dass ich dazu nicht in der Lage bin?

 

was, wenn ich es nicht schaffe und ihre Schadenfreude ertragen muss?

 

was, wenn sie denken ich bin arrogant, weil ich mir dieses Ziel gesteckt habe?

 

was, wenn sie sagen: „was glaubst du eigentlich, wer du bist?“

 

 

Vielleicht denkst du jetzt: nein, Stopp, ich selbst bin mein schlimmster Kritiker, diese innere Stimme, die mir ununterbrochen sagt, was mit mir nicht in Ordnung ist....

 

Aber: Das stimmt nicht! Das bist nicht du!

 

Noch einmal: niemand wird damit geboren, sich selbst zu kritisieren.

Geh’ einfach mal in eine Kinderkrippe und frage ein Baby, das ein bisschen sprechen kann:

 

„Und Kleines? was findest du denn heute so richtig doof an dir?“ :-)

 

Das ist nur der Teil in dir, der gelernt hat, die Rolle der Menschen, die dich als Kind kritisierend und zurechtweisend umgeben haben zu übernehmen. Man hat es dir beigebracht. Du hast es gelernt.

So wie du deine Muttersprache gelernt hast.

 

Aus deinem heutigen Bewusstsein heraus hast du das Gefühl, dass du das selbst bist. Aber in Wirklichkeit sind das die Stimmen deiner Kritiker.

 

In dir ist ein Teil entstanden, der das alles einfach nachplappert und sogar Neues dazu erfindet. Und die meisten von uns überlassen diesem Teil eine riesengroße Spielwiese, auf der er sich ausbreiten und wichtig tun kann ...weil wir uns nicht bewusst sind, dass wir die Macht haben, etwas daran zu verändern, eine neue Sprache zu lernen. 

 

Nur, wie fängst du damit an?


 

Ein Leben frei von Kritik :-)

 

Am liebsten wäre uns allen wohl ein Ratgeber mit dem Titel:

 

„Wie du ein kritikfreies Leben führen kannst und von allen Menschen dieses Planeten bis zum Ende deines Lebens bedingungslos geliebt wirst.“

 

Der Untertitel wäre dann allerdings:

 

„Wie du lernst, das mit Sicherheit absolut langweiligste Leben aller Zeiten zu führen.“

 

Denn eines ist sicher: Menschen, die immer und überall ihren Senf dazu geben, gibt es an jeder Ecke. Und es werden immer mehr, je erfolgreicher und strahlender du wirst. Wie kannst du also damit umgehen?

 

Es gibt SO viele Möglichkeiten, dich in Bezug auf die Meinung anderer Menschen zu coachen.

 

Als Allererstes – könnten wir dieses undefinierte „sie“ in Augenschein nehmen (denn mal ganz im Ernst: wer sind denn überhaupt „sie“?)

 

Im zweiten Schritt – könnte ich dir die Frage stellen: BIST du arrogant? (damit meine ich: wirklich arrogant? Durch und durch?)

 

Die Sache ist nur die...mit dieser Art von Ansätzen bleibst du für immer nur auf einer Ebene mit deiner Angst.

 

Es ist die Ebene der „schnellen Lösung“.

 

Und wenn du immer wieder aus dieser Ebene heraus – aus der die Angst entsteht -  versuchst wieder auf die Beine zu kommen, dann bleibst du vermutlich für den Rest deines Lebens dort.

 

Es ist die Ebene aus der heraus sich deine Ängste manifestieren und sie werden immer mehr Ängste nach sich ziehen. So als ob du in einem Squash Court stehen würdest. Die Bälle kommen immer wieder zurück und du schlägst sie immer wieder weg.

 

Es ist die „findest du, ich sehe dick aus in dieser Jeans?“ - Ebene.

 

Die „mach, dass ich mich besser fühle“ - Ebene.

 

Wenn du dir wirkliche Veränderung wünschst, musst du dich mit deiner wahren Kraft, mit deiner wahren Stärke verbinden. Denn nur so kannst du dich in dieser Welt bewegen ohne dich durch all den Lärm da draußen und all diese Meinungen verwirren zu lassen.

 

Finde heraus, wer du bist...

 

...und agiere von dieser Ebene aus.

 

Denn:

 

wenn du weißt, wer du bist, bist du klar und kannst aus dieser Klarheit heraus kommunizieren.

 

wenn du weißt, wer du bist, kannst du Fehler machen, selbst die Verantwortung dafür übernehmen und dich durch sie weiterentwickeln.

 

wenn du weißt, wer du bist, können Menschen dich kritisieren und du kannst selbstbewusst in deiner Mitte bleiben.

 

wenn du weißt, wer du bist, kannst du aus dieser Mitte heraus klare und kraftvolle Absichten setzen.

 

wenn du weißt, wer du bist, bist du einfach nicht mehr zu bremsen :-)

 

 

Dein Weg

 

Ich habe heute für dich eine wundervolle Übung, wie du deinem „wer du bist“ ein großes Stück näher kommen kannst. 

 

1 - Meine 5 Schlüssel-Stärken, die mich dorthin gebracht haben, wo ich heute stehe, sind...

 

2 - Meine 5 Dinge, in denen ich miserabel bin (aber inzwischen einfach dazu stehen kann) sind...

 

3 - Wenn jemand auf mich zukäme und mich fragen würde: „was glaubst du eigentlich, wer du bist?“ wegen einer Sache, die ich wirklich gerne machen oder haben würde...dann würde ich ihm antworten: ...

 

4 - Zehn richtig coole Eigenschaften von mir sind...

 

5 - Ein Power-Wort, das ich wählen würde, um mich zu beschreiben ist...

 

6 - Wenn ich mal ganz tief in mich hineinhöre und super-ehrlich mit mir bin, dann weiß ich, dass ich in diesem Leben dazu berufen bin....

 

 

Bitte nimm´ dir genügend Zeit für das Ausfüllen dieser Punkte und komme davor ein wenig zur Ruhe.

 

Warum? ... weil der Weg, den du gehst, dein wichtigster ist.

 

Ich wünsche dir einen wunderschönen befreiten Tag!

 

Alles Liebe

 

Katja

 

P.S.: Wenn dich dieser Artikel inspiriert hat oder du sonst Gedanken zu diesem Thema hast, freue ich mich über deinen Kommentar gleich hier auf meiner Seite.

 

 

 

 

 

 

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